„Wir kaufen in den örtlichen Wäldern ein“ – Jürgen Hoff über Verantwortung, tägliche Herausforderungen und Nachhaltigkeit

 

Die Manufaktur Bethel ist in Bezug auf die Mitarbeiterführung nachhaltig gestaltet. Sie arbeiten eng mit Menschen mit Behinderung zusammen, deren Potentiale Sie fördern. Doch welchen Stellenwert hat bei Ihnen Nachhaltigkeit in Bezug auf die Herkunft und Verarbeitung von Holz?

 

 Jürgen Hoff: Das ist uns ganz wichtig. Wir kaufen hier in den örtlichen Wäldern direkt beim Förster ein. Außerdem lassen wir das Holz auch in der Nähe zusägen, sodass die Wege kurz sind. Die Nachhaltigkeit ist uns also nicht nur wichtig in Bezug auf unsere Arbeit, sondern auch in Bezug auf das Material.

 

Welche Prozesse durchlaufen die Holzprodukte denn in der Manufaktur Bethel?

 

Jürgen Hoff: Das sind ganz schön viele Arbeitsschritte. Das geht vom Zusägen der Bretter über den Längs- und Querschnitt bis hin zum Abrichten und Hobeln auf die richtige Dicke. Je nach Produkt muss dann auch gebohrt, gedübelt, geschraubt und verleimt werden, bis zum Schluss die Oberfläche gemacht und das Produkt verpackt wird.

 

Qualität wird ja in der Manufaktur Bethel großgeschrieben. Was genau macht denn Ihre Produkte so hochwertig?

 

Jürgen Hoff: Das stimmt! Unser Material ist besonders hochwertig. Wir legen ganz viel Wert auf die Qualität der Beschaffung. Unseren Mitarbeitern hier ist es aber auch ganz wichtig, dass die Verarbeitung fehlerfrei ist.

 

Seit wann arbeiten Sie in der Manufaktur Bethel?

 

Jürgen Hoff: Ich bin seit 1996 in der Stiftung Bethel angestellt. In der Werkstatt Krax arbeite ich seit 2009.

 

Als Leiter der Holzwerkstatt kommt bestimmt viel Arbeit zusammen. Was genau sind Ihre Aufgaben?

 

Jürgen Hoff: Das stimmt.Als Abteilungsleiter des Holzspektrums habe ich nicht nur Personalverantwortung, sondern auch die finanzielle Verantwortung und die Verantwortung für die Rehabilitation.

 

Welchen Herausforderungen begegnen Sie bei der Arbeit mit Menschen mit Behinderung?

 

Jürgen Hoff: (überlegt.) Jeder Mensch ist anders. Man muss darauf schauen, dass man jedem wertschätzend begegnet und auf seine Fähigkeiten achtet. Das ist manchmal besonders. Das ist aber auch besonders schön.

 

Eine letzte Frage: Wenn Sie sich ein Produkt aus der Holzwerkstatt aussuchen dürften, welches wäre das?

 

Jürgen Hoff: Das kann ich schlecht sagen. Ich finde viele schön. (überlegt.) Aber so spontan würde ich mich wahrscheinlich für den Flaschenträger entscheiden.

 

Vielen Dank für das Gespräch!

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